Businessplan: Besonderheiten im Handwerk

handwerk Fotolia 31396604 XS 300x300 Businessplan: Besonderheiten im HandwerkDas Handwerk ist ein besonders traditionslastiger Unternehmensbereich. Existenzgründungen auf dem handwerklichen Sektor müssen deshalb gewissen Regeln folgen. Für einen erfolgreichen Start empfiehlt sich ein Businessplan. Er dient dazu, den Fahrplan für das zukünftige Geschäft festzulegen. Darüber hinaus dient er Kreditgebern als Anhaltspunkt, ob eine Investition in den Handwerksbetrieb sinnvoll ist.

Worauf muss man bei einem Businessplan für das Handwerk achten?

In Deutschland herrschen strenge Zulassungsvoraussetzungen für das Ausüben eines Handwerks. Besonders anerkannt sind geprüfte Meister. Wenn in dem Handwerk ausschließlich Meister angestellt sind, darf sich das Geschäft „Meisterbetrieb“ nennen. Die nachweisbare Bezeichnung wirkt auf Kunden und Kreditgeber vertrauenswürdig und seriös. Allerdings lässt sich ein Geschäft auch ohne den Meisterbrief gründen. In diesem Fall ist es sinnvoll, spezielle Leistungen anzubieten oder einen bereits existierenden Kundenstamm vorzuweisen. Eine weitere wichtige Qualifikation des Gründers betrifft nicht nur die fachliche Ausbildung, sondern auch die Kenntnisse im kaufmännischen Bereich. Ein kleiner Tipp: Die örtlichen Handwerkskammern vermitteln Existenzgründerseminare, in denen das kaufmännische Wissen vermittelt wird.

Businessplan für den Baubereich

Das bauliche Handwerk wiederum weist weitere Spezifikationen auf. Im Businessplan für dieses Handwerk muss geklärt werden, ab wann Leistungen als „erbracht“ angesehen werden. Darüber hinaus müssen Angaben zur Auftragserteilung und zu der Gewährleistungspflicht gemacht werden. Im Finanzplan stehen gesondert die Angaben über die Vorfinanzierung, denn im Bau- und Ausbaubereich geht der Gründer immer in Vorkasse. Herzstück des Businessplans sollte eine realistische Einschätzung über die zu erwartenden Aufträge, die damit verbundenen Kosten und der errechnete Gewinn sein. Im Vordergrund des Businessplans für das Handwerk stehen also:

  • Qualifikation des Gründers
  • kaufmännische Kenntnisse
  • Gewährleistungsfristen
  • Finanzplanung
  • realistische Gewinnkalkulation

Bild: Robert Kneschke – Fotolia.com

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